Chemnitz ist längst keine graue und triste Industriestadt mehr. Die unterschiedlichen Einflüsse von der Gründerzeit bis hin zum modernen Baustil sorgen gerade in architektonischer Hinsicht für Abwechslung und erzeugen einen ganz eigenen Charme. Nicht nur die Innenstadt hält so manche Überraschung bereit. Chemnitz hat mehr Sehenswürdigkeiten zu bieten, als man vielleicht zunächst denken würde. Vom roten Turm über die Burg Rabenstein bis hin zum berühmten Karl-Marx-Monument hält Chemnitz viele Orte bereit, die man bei einem Besuch der Stadt auf jeden Fall gesehen haben sollte.

Das Karl-Marx-Monument

Zur Einweihung des „Nischels“ fanden sich einst knapp 250.00 Menschen ein und auch noch heute ist die sieben Meter hohe und rund 40 Tonnen schwere Porträtbüste Touristenmagnet und beliebtes Fotomotiv. Die im Hintergrund angebrachte Steintafel ziert ein in vier Sprachen eingemeißelte Satz aus dem Kommunistischen Manifest: “Proletarier alles Länder vereinigt euch“.

Die Büste, welche auf einen Entwurf des sowjetischen Künstlers Lew Kerbel zurückgeht, befindet sich direkt im Stadtzentrum unweit der Kreuzung zur Straße der Nationen. Bei ihr handelt es sich im Übrigen um die zweitgrößte Porträtbüste der Welt. Größer ist nur die Büste Lenins, welche in Ulan-Ude in Sibirien zu finden ist.


Der Theaterplatz

Der Theaterplatz in Chemnitz ist aus architektonischer Sicht wohl einer der schönsten Plätze der Stadt. Er vereint das Chemnitzer Opernhaus, das König-Albert-Museum und die Petrikirche. Das König-Albert-Museum beheimatet die Kunstsammlung der Stadt und umfasst mehr als 60.000 Exponate. Hier finden sich vor allem Gemälde der Dresdner Romantik und des deutschen Impressionismus.

Der abwechslungsreiche Spielplan des Opernhauses Chemnitz bietet Unterhaltung für alle Altersklassen. Neben klassischen Opern werden auch moderne Stücke und sogar Musicals aufgeführt. Das im Jahr 1909 eröffnete Opernhaus wurde im Zweiten Weltkrieg zu großen Teilen zerstört, nach Kriegsende jedoch wiederaufgebaut. Bereits 1951 öffnete die Oper ihre Pforten erneut für Kunst- und Kulturinteressierte.

Die Petrikirche, in den Jahren 1885 bis 1888 erbaut, umfasst 1200 Sitze und ist Sand- und Backstein gebaut. Entworfen wurden sie vom Leipziger Architekten Hans Eger, welcher sie als neugotische Hallenkirche konzipierte. Die heutigen Glocken der Kirche stammen aus der im Krieg zerstörten Lukaskirche.


Das Wasserschloss Klaffenbach

Das Wasserschloss Klaffenbach liegt südlich von Chemnitz und ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in etwa 25 Minuten zu erreichen. Das geschwungene Kielbogendach verwandelt das Schloss in eine wahrlich märchenhafte Kulisse. Im 16. Jahrhundert erbaut, ist das Schloss noch heute eine äußerst beliebte Hochzeitslocation.

Im Wasserschloss finden regelmäßig verschiedene kulturelle Veranstaltungen statt. Eine Übersicht des aktuellen Programms finden Sie auf  der Internetseite der Chemnitzer Veranstaltungszentren.

Adresse
Wasserschloßweg 6
09123 Chemnitz

Öffnungszeiten
Mo: Geschlossen
Di bis So: 10-17 Uhr (1. Oktober – 31. März)
Di bis Fr: 10-17 Uhr (1. April – 30. September)
Sa bis So: 10-18 Uhr (1. April – 30. September)

Eintrittspreise
Einzelticket: 5 Euro
Ermäßigt: 3 Euro


Der Rote Turm

Der Rote Turm ist das älteste noch erhaltene Bauwerk der Stadt Chemnitz und wurde bereits im Jahre 1466 erwähnt. Er gilt als Wahrzeichen der Stadt und befindet sich direkt an der Straße der Nationen. Direkt gegenüber dem Turm befindet sich das Einkaufszentrum „Galerie Roter Turm“, das eine Vielzahl verschiedener Geschäfte beherbergt.


Die Teufelsbrücken

Die Teufelsbrücken befinden sich im Chemnitzer Zeisigwald und sind ein ideales Ausflugsziel für eine Wanderung durchs Grüne. Die im Jahr 1880 erbaute Konstruktion diente ursprünglich dazu, die seitlichen Wände der Zufahrt zum ehemaligen Steinbruch abzustützen. Heute sind sie eine echte Attraktion und ziehen sowohl Einheimische als auch Touristen an. Die elf gemauerten Stützbögen der Teufelsbrücken sind inzwischen zu großen Teilen verfallen und stellenweise einsturzgefährdet. Die Brücken sind daher für den Durchgang gesperrt und nur teilweise saniert worden. Trotz der Baufälligkeit der Konstruktion ist sie dennoch immer einen Ausflug wert und vermittelt einen schönen Eindruck des ehemaligen Steinbruchbetriebs rund um den Zeisigwald.

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Burg Rabenstein

Die im Chemnitzer Stadtteil Rabenstein gelegene Burg Rabenstein entstand in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts und wird gemeinhin als „kleinste Burg Sachsens“ bezeichnet. Diese Formulierung ist jedoch insofern irreführend, als das heute noch sichtbare Gebäude nur der Grundstock einer ehemals deutlich größeren Anlage ist.

Die Burg Rabenstein ging im Jahr 1950 in den Besitz der Stadt Chemnitz über, welche hier nach umfangreichen Sanierungsarbeiten 1959 ein Museum einrichtete. Das beliebte Ausflugsziel ist in der Regel vom 1. Mai bis zum 31. Oktober eines jeden Jahres geöffnet und lädt in dieser Zeit zu Besichtigungen ein. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, gesonderte Führungen und weitere Veranstaltungen vor Ort zu buchen.

Besonders beliebt ist das jährliche Mittelalterfest, welches unter dem Namen „Ostern im Mittelalter“ am Osterwochenende auf der Burg stattfindet und viel Sehenswertes bereithält.

Adresse
Rabenstein 33
95491 Ahorntal

Öffnungszeiten
Di, Do bis So, Feiertags: 11-18 Uhr
Mi: 14-21 Uhr

Eintrittspreise
Einzelticket: 6 Euro
Ermäßigt: 4 Euro


Versteinerter Wald

Der versteinerte Wald ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Chemnitz und lockt sowohl Einheimische als auch Touristen an. Der Großteil der versteinerten Stämme ist inzwischen im Museum für Naturkunde beheimatet, welches viele weitere interessante Exponate bereithält.

Beim versteinerten Wald handelt es sich um sogenanntes Kieselholz, welches vor rund 290 Millionen Jahren durch einen Vulkanausbruch entstanden ist. Der versteinerte Wald Chemnitz zählt zu den bedeutsamsten Kieselholzsammlungen der Welt.

Noch heute werden bei Schachtungsarbeiten im Stadtteil Hilbersdorf immer wieder neue Kieselhölzer zutage gefördert. So wurde beispielsweise im Jahr 2008 ein mehrere Meter langer Schachtelhalm freigelegt.

Adresse
Moritzstraße 20
09111 Chemnitz

Öffnungszeiten
Mo bis Di & Do bis Fr: 9-17 Uhr
Sa bis So: 10-18 Uhr

Eintrittspreise
Einzelticket: 4 Euro
Ermäßigt: 2,50 Euro


Villa Esche

Die Villa Esche liegt im Chemnitzer Stadtteil Kapellenberg und wurde um das Jahr 1902 vom belgischen Architekten Henry van de Velde geplant und errichtet. Das Gebäude hat eine bewegte Vergangenheit und war unter anderem der Sitz des sowjetischen Militärkommandanten, ein Wohnhaus, eine Bildungseinrichtung und wurde zeitweise vom Ministerium für Staatssicherheit genutzt.

Heute beheimatet die Villa Esche ein Henry-van-de-Velde-Museum. In anderen Räumen des Gebäudes finden regelmäßig Lesungen, Konzerte und andere Kulturveranstaltungen statt. Das Museum bietet öffentliche Führungen an, welche grundsätzlich auch ohne Voranmeldung gebucht werden können. Weitere Informationen finden Sie im Veranstaltungskalender der Villa Esche.

Adresse
Parkstraße 58
09120 Chemnitz

Öffnungszeiten
Do bis So: 10-18 Uhr
Sa bis So: 10-18 Uhr

Eintrittspreise
Einzelticket: 7 Euro
Ermäßigt: 4,50 Euro


Industriemuseum in Chemnitz

Das Sächsische Industriemuseum Chemnitz umfasst eine umfangreiche Sammlung der sächsischen Industriegeschichte und befindet sich in einer ehemaligen Gießereihalle einer Chemnitzer Werkzeugfabrik, welche aufwendig zum Museum umgebaut wurde.

Das moderne Ausstellungskonzept überzeugt auf voller Linie und lädt Klein und Groß zum Staunen ein. Die Exponate dokumentieren die eindrucksvolle wirtschaftliche Entwicklung Sachsens in den bedeutendsten Branchen der Region.

Neben einem Museumscafé beherbergt die ehemalige Gießerei auch ein Bistro und lädt so durchaus zum längeren Verweilen ein. Neben der Dauerausstellung gibt es immer wieder Sonderausstellungen, Vorträge und künstlerische Programme.

Adresse
Zwickauer Str. 119
09112 Chemnitz

Öffnungszeiten
Di bis Fr: 9-17 Uhr
Sa bis So: 10-17 Uhr

Eintrittspreise
Einzelticket: 7 Euro
Ermäßigt: 4 Euro
Kinder bis 18 Jahre erhalten freien Zutritt


Parkeisenbahn im Küchwald

Die Chemnitzer Parkeisenbahn ist im Küchwaldpark mitten in der Stadt zu finden und drehte bereits im Jahr 1954 ihre ersten Runden. Jahr für Jahr befördert die Eisenbahn mehr als 100.00 Fahrgäste auf einem 2,3 km langen Rundkurs durch den Küchwald.

Adresse
Küchwaldring 24
09113 Chemnitz

Öffnungszeiten
Saisonabhängig – Aktuelle Informationen

Fahrpreise
Rundfahrt Erwachsene: 2,50 Euro
Rundfahrt Kinder: 1,50 Euro

Bildnachweise

Titelbild: Maximilian Scheffler
Karl Marx Monument: Velvet
Theaterplatz Chemnitz: Kora27
Wasserschloss Klaffenbach: Jörg Blobelt
Roter Turm Chemnitz: Dguendel
Teufelsbrücken: Aagnverglaser
Burg Rabenstein: Zimuwe1277
Versteinerter Wald: Sandro Schmalfuß
Villa Esche: Alexander Bergmann
Industriemuseum: Sandro Schmalfuß
Parkeisenbahn Küchwald Chemnitz: dwt